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Pressebericht |
Trimbach: Spielleute zeigten bei der Premiere grossartige Leistung
Erfolgreiches «Hotel Happy End»
Die Premiere ist gelungen: Am Freitag traten die Spielleute Trimbach im Mühlemattsaal mit «Hotel Happy End» erstmals auf die Bühne. Das gut gelaunte Publikum applaudierte auf offener Szene und verlangte am Schluss mehrere Vorhänge.
An den Erfolg angeknüpft
Nach der «Kleinen Niederdorfoper» vor drei Jahren war man gespannt, ob die Trimbacher Spielleute mit dem neuen Stück an den damaligen Erfolg würden anknüpfen können. Es ist ihnen gelungen, wenn auch bei der Premiere einige kleinere Nervositäts-Pannen passierten. Das Singspiel mit einer Länge von nahezu drei Stunden erfordert eine besondere Leistung von den Laien. Zwei Jahre haben die Vorbereitungen gedauert, und nun wissen alle, dass es sich gelohnt hat.
Gute Einzelleistungen
Es wäre wohl ungerecht, würde man aus den 19 Spielerinnen und Spielern einige besonders hervorheben; doch als Beitrag zur Gesamtleistung dürfen sie sicher erwähnt werden. Überzeugend waren die gesanglichen Leistungen von Petra Kagerer als Bettina Lenz und von Corinne Borer als Carlos Freundin Eva. Gut angekommen ist mit ihren gesanglichen Darbietungen auch Therese Felder als Giuseppa, Chef de Service. Ihr gebrochenes Deutsch war so gut, dass man sie ohne weiteres als Italienerin hätte einordnen können. Bei den spielerischen Leistungen gefiel besonders Susy Fuhrer als «Riibise» Schwester Rösli. Philipp Müller glänzte einmal mehr mit seiner Mimik. Ein Häppchen der besonderen Art hatte in seiner Rolle als Rechtsanwalt Dr. Hügli Werner Schertenleib zu bieten. In den weiteren tragenden Rollen hielten Sepp Portmann als Kuno Küng und Heinz Minder als Arzt Dr. Hug bestens mit. Die andern trugen als Gäste und Personal mit guten Chorleistungen und gekonntem Spiel ihren Beitrag bei zu einer guten Gesamtleistung.
Raffinierte Bühnenbildwechsel
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Die schnelle Folge der verschiedenen Szenen verlangten einen stetigen Wechsel des Bühnenbildes. Statt mit Schliessen und Öffnen des Vorhanges wurden diese Veränderungen bei abgedunkelter Bühne vor den Augen des Publikums vorgenommen. So ergaben sich keine Unterbrüche, und der Zusammenhang wurde erhalten. Für die Verantwortlichen für Bühnenbau, Bühnenbild, Beleuchtung sowie den Bühnenmeister war dies eine besondere Forderung; sie wurde von Wisu Borer, Stefan Krebs und Peter Schweri mit Bravour gelöst. Das Orchester unter der Leitung von Roman Wyss mit den Mitgliedern Remo Föhlicher, Philipp Klay, André Kunz, René Mosele, Daniel Rüfenacht und Dieter Zysset trug wesentlich zum Erfolg bei. Die Abstimmungen mit dem Spiel auf der Bühne klappte bestens. Dass das Orchester nicht im Orchestergraben spielte, sondern an der Seite vor der Bühne, mag für die Zuschauer nahe dem Orchester ein Nachteil gewesen sein, weil der Gesang der Spieler damit nur schwer zu hören war, doch war das Live-Erlebnis für die anderen Zuschauer auch wieder ein Vorteil.
Note «sehr gut»
Uschi Schertenleib und Markus von Büren, verantwortlich für die künstlerische Leitung, haben ihre Aufgabe sehr gut gelöst. Mit einschliessen in dieses Urteil darf man auch Roman Wyss für die musikalische Leitung, Therese Richli und Ursi Haas für die Choreografie, Barbara Bösiger, Gesangsbildung, und Kurt Gloor, der mit seinem Team für die Masken verantwortlich zeichnete. Dass mit Hobby-Spielerinnen und -Spielern und Hobby-Sängerinnen und -Sängern eine solche Leistung überhaupt möglich ist, erstaunt einmal mehr, mussten doch Schauspiel, Gesang, Musik und Tanz in Einklang gebracht werden. Dies bedeutet vor allem Feierabend- und Wochenendarbeit. Von allen Mitwirkenden wird darauf hingewiesen, das es Spass macht, in einem solch tollen Team mitzuarbeiten; dies ist wohl auch der Schlüssel dieses Erfolges. (hbt/az/bgu)
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